Treffen auf Schloss Rothschönberg

Im Hof von Schloss Rothschönberg

Sonntag, 21. Mai 2017, 14:00 Uhr

Am 21. Mai sind wir 14:00 Uhr bis gegen 18:00 Uhr zu Gast in den Räumen des Heimatverein Rothschönberg e.V. Am sichersten erreicht man das Schloss, wenn man von der Verbindungsstraße Nossen-Wilsdruff Richtung Rothschönberg abbiegt. Hat man die Autobahn gequert und den Ort erreicht, liegt das Schloss auch schon linker Hand.

Das Programm:

  • Führung durch Schloss und Park: Manfred Hammer
  • Sanierung der Niedermühle Blankenstein: Marcus Dachsel
  • Holzschädlinge. Ein Überblick: Kay Arnswald
  • Wie weiter zusammenarbeiten? Diskussion

dazu:

Poskartenausstellung von Matthias Fröhlich

Getränke, Brötchen, Kuchen: Die Einnahmen dafür gehen an den Heimatverein Rothschöberg e.V.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

 

Rückblick zum Treffen am IV. Lichtloch

Am 18. März war unsere Initiative zu Gast in den Räumen des Verein Viertes Lichtloch des Rothschönberger Stollns e.V. Mit Interesse verfolgten die Anwesenden den Ausführungen zur Geschichte des Rothschönberger Stollens, der Gebäude um das vierte Lichtloch, zur Geschichte des Vereins und den erheblichen Leistungen, die nach 1990 erbracht wurden, um das Ensemble um das Lichtloch und die dort installierte Bergwerkstechnik wieder nachvollziehbar und erlebbar zu machen.

Bei unserem Treffen konnte die Frage, ob und welchem Verein
wir uns geschlossen anschließen sollten, nicht abschließend beantwortet
werden. Was Kay Arnswald und Olav Helbig zu den in Frage stehenden Vereinen
zusammengetragen haben, ist unten in pdf-Dateien nachlesbar.
Welches Maß an formaler Organisation wegen Versicherungsfragen und der
Finanzierung größerer Projekte gebraucht wird, ist eine ebenso
angesprochene, aber noch nicht abschließend geklärte Frage. Auf jeden
Fall gibt es durch bestehende Mitgliedschaften Beziehungen zu beiden
Vereinen.

Als vielleicht sogar wichtiger als die Frage der Organisation wurde auch
die Formulierung der gemeinsamen Ziele angesprochen. Hier ist jeder gefragt, auch mit der Frage, welchen Beitrag zu gemeinsamen Zielen jeder leisten kann und will. Dazu ist die bereits beim Treffen kurz vorgestellte Liste unter Anliegen und Ziele eingestellt. Auf Anregung (z.B. per E-Mail) kann dort gern noch hinzugefügt oder geändert werden. Und gemeinsame Ziele und Aktionen können beim nächsten Treffen ein Gesprächsthema sein.

Fragen_Landesverein.pdf

Fragen_IGBauernhaus.pdf

Treffen am 28.01.2017 - Ergebnisse

Rund zwanzig Interessierte waren am Sonnabend, 28.01. der Einladung ins Steingut gefolgt, um zu beraten, wie man das Engagement für die ländlichen Gebäude gemeinsam fortführen könnte. Bei einer Umfrage zeigte sich schnell, dass wesentlich zwei Interessen die Teilnehmer zusammengeführt hatten:

  • Man will sich mit Gleichgesinnten zum Erfahrungsaustausch treffen, sehen, was andere erreicht haben und wie.
  • Man will nach außen wirksam werden, Bauwilligen im ländlichen Raum die Angst vor der „alten“ Bausubstanz nehmen, Menschen für die traditionellen Gebäude und Bautechniken gewinnen. Fördern,  Beraten, Hilfe leisten, Arbeitsblätter sind Stichpunkte aus diesem Zusammenhang.


Darüber hinaus spielte der Wunsch nach dem Erhalt der Kulturlandschaft und an der Übernahme des Wissens um die traditionelle ländliche Kultur, das in der älteren Generation noch vorhanden ist, eine wichtige Rolle. Es wurde betont, dass die Zeitschrift Hoftor (früher Bauernhäuser und Bauernhöfe in Sachsen) und die Buchreihe Bauernhäuser Bauernhöfe Dörfer hier schon viel geleistet hat und das beides fortgeführt werden sollte. Dazu ist eine Zusammenarbeit mit Manfred Hammer anzustreben, der die Zeitschrift derzeit im eigenen Verlag weiter herausbringt.

Die Übereinstimmung in den Zielen führte zur Frage der Vernetzung. Ein Verein erscheint dabei auch weiterhin als geeignete Plattform. Dabei ist die Verbindung mit bestehenden Vereinen attraktiv, da man hier deren Strukturen mit nutzen kann und nicht die Mühe und Risiken einer Neugründung auf sich nehmen muss. Konkret angesprochen wurde die Interessengemeinschaft Bauernhaus e.V. (IGB) und der Landesverein Sächsischer Heimatschutz e.V. Andererseits bleibt zu klären, inwiefern die Initiative dann eigenständig an den gesetzten Zielen Arbeiten kann und ob die Fortführung der Publikationen weiter unterstützt werden könnte. Es wurde beschlossen, zunächst zu den beiden genannten Vereinen
Kontakt aufzunehmen, und einen Katalog von Fragen zu beantworten. Dann soll bei einem neuerlichen Treffen am 18.03.2017 erneut darüber gesprochen werden, wie das Netzwerk organisiert werden kann.

Folgende Fragen sollen für die Vereine geklärt werden:

  • Welche Strukturen haben bereits existierende Untergruppen?
  • Welche Satzungen oder Geschäftsordnungen gelten für Untergruppen, welche Gestaltungsspielräume gibt es hier?
  • Welchen Zugriff gibt es auf die Mittel aus den Mitgliedsbeiträgen?
  • Kann die Zeitschrift Hoftor, kann die Buchreihe finanziell unterstützt werden?
  • Welche Maßnahmen der Gruppe wären versichert, wie weit reicht der Versicherungsschutz?
  • Welche Infrastruktur (Räume, Technik, organisatorische Arbeiten) ist ggf. vorhanden und kann durch die Gruppe genutzt werden?


Das nächste Treffen der Initiative wird am 18.03.2017 um 14:00 Uhr stattfinden.Nach einem Ort wird noch gesucht, Angebote gern an bauwerte@ohelbig.de.

Buch über Hans Nadler fertiggestellt

Hans Nadler 1910-2005
Ein Leben in fünf Staatsordnungen
Ein Leben für die Sächsische Kulturlandschaft

Zusammengestellt von Manfred Hammer

Hans Nadler gehört zu den bedeutendsten Denkmalpflegern im deutschsprachigen Raum nach dem Zweitens Weltkrieg. Bekannt geworden ist er in der DDR durch sein Wirken als Leiter des Instituts für Denkmalpflege Dresden, welches für die damaligen Bezirke Cottbus, Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt – etwa der Fläche des heutigen Sachsens – zuständig war. Unter seiner umsichtigen Leitung gelangen unter wirtschaftlich und politisch schwierigen Bedingungen international hoch anerkannte denkmalpflegerische Fachleistungen. Er vermochte es darüber hinaus, Verantwortung für die Bewahrung der Kulturlandschaft in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu rücken.

Literatur zum fachlichen Wirken von Hans Nadler gibt es zahlreich. Es fehlt bisher eine übergreifende Darstellung seiner Person und seines Wesens, seiner besonderen Fähigkeit, Menschen zu ermutigen und zu begeistern, sich einzusetzen für die angemessene Bewahrung ihrer Heimat. Durch 26 Einzelbeiträge von beruflich sehr unterschiedlichen Mitstreitern Hans Nadlers, von Architekten, bildenden Künstlern, Pfarrern, Museologen, Bürgermeistern, Denkmalpflegern, Bauleitern, Handwerkern, Volkspolizisten, Ingenieuren und Hochschullehrern aus allen Teilen Sachsens und darüber hinaus gelingt ein überraschend aussagestarkes Buch. Den Hauptteil bilden die Ausführungen seiner Tochter, Gisela Rudat, die das Entwicklungsbild einer bürgerlichen Familie - immerhin über fünf Staatsordnungen hinweg! - zeichnet.

Den Ausführungen folgt ein dokumentarisch bedeutsamer Anhang. Einmal ist es eine Übersicht des aus etwa 30.000 (!) Aufnahmen bestehenden Dia-Archivs Hans Nadlers. Weiterhin schließen sich eine Bibliografie Hans Nadlers, eine Übersicht zu Ehrenbürgerschaften und ausgewählten Ehrungen und eine Zusammenfassung der verschiedenen Lebensläufe der Autoren an. Damit wird diese Publikation nicht nur schlechthin eine Beschreibung des großen Denkmalpflegers, sondern ein lebendiges Abbild der Epochen, in denen er lebte und wirkte.

Da Prof. Hans Nadlers Wirken sprichwörtlich bis in die letzten sächsischen Randdörfer hinein reichte, hat sich, begleitet durch weitere förderliche Umstände, für den Verein Ländliche Bauwerte in Sachsen e.V. die Herausgabe des hier vorgestellten „Nadler-Buches“ quasi ergeben.

260 Seiten
ca. 260 Abbildungen
Farbdruck
Festeinband
Schutzumschlag
29,00 € (Fördermitglieder des Vereins 25,00 €) zzgl. Versand

Bezug

Verein Ländliche Bauwerte in Sachsen e.V.
Lommatzscher Straße 91
01139 Dresden

bzw.

verein@bauernhaus-sachsen.de

oder in ausgewählten Buchhandlungen

Das Buch kann wieder ausgeliefert werden!

Offener Hof in Podemus

Sonntag, 21. August '16, 14:00 - 17:00 Uhr

Schubertscher Hof, Podemus
Podemuser Hauptstr. 9

Im Jahre 1864 errichtete der Podemuser Bauer Johann Traugott Leberecht Schubert die wahrscheinlich weltweit einzige Scheunenwindmühle. Statt, wie üblich vier Flügel hatte Sie zwei Windräder in die Mauern eingelassen. Der Luftzug durch die Scheune drehte die Räder mit ihren hölzernen „Turbinenschaufeln“, welche einen Schrotgang und den Aufzug antrieben.

Leider musste die Mühle, stark geschädigt, im Jahre 1974 abgetragen werden. Eine behutsame Bergung und Dokumentation ermöglichte, sie 1993 wieder aufzubauen, leider 100km nördlich, im brandenburgischen Saalow.

In Podemus erinnert heute nur eine kleine Gedenktafel an die Schubertsche Scheunenmühle.

Trotzdem gibt es hier auch heute viel zu entdecken. Der jetzige Hofbesitzer, Armin Schubert hat mit ähnlichem Ideenreichtum wie sein Vorfahr, Baulücken auf dem Hof so behutsam geschlossen, das es schwer fällt, Neu von Alt zu unterscheiden. Dabei wurden historische Baustoffe mit traditionellen Techniken verarbeitet. Neben einem rustikalen Lehmfachwerk entstanden dabei unzählige liebevolle Details, die Johann Traugott stolz machen würden.

Schuberts lebendige Kreislaufwirtschaft orientiert sich auch bei Tier- und Pflanzenproduktion am historischen Vorbild und ermöglicht ihm eine fast ausschließliche Selbstversorgung.

Lassen Sie sich einladen, auf eine kleine Zeitreise, Sie werden überrascht sein! Für eine Erfrischung ist wie immer gesorgt.

 

 

   
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